Da ein Jugendlicher in einer Lehre bereits im Arbeitsprozess eingegliedert ist, steht jedem Lehrling eine Lehrlingsentschädigung zu, die meist im jeweiligen Kollektivvertrag geregelt und nach Lehrjahren gestaffelt ist. Wenn dies nicht der Fall ist wird sie an ähnliche Berufe angelehnt oder im Lehrvertrag vereinbart.

Für Bürokaufmann/frau etwa gibt es keinen eigenen Kollektivvertrag - es hängt davon ab, in welcher Sparte der Lehrling beschäftigt ist. Ähnliches gilt für den Bankkaufmann/frau - Banken haben eigene Dienstverträge.

Im Regelfall wird aber die Lehrlingsentschädigung von den Kollektivvertragsparteien - also den Arbeitgeber und den Arbeitnehmerverbänden - ausgehandelt und festgelegt. Die Lehrlingsentschädigung steigt in jedem Lehrjahr an und beträgt im letzten Lehrjahr durchschnittlich etwa 80 Prozent des entsprechenden Fachkräftegehalts.


Die Beträge auf unten abrufbarer Liste sind ohne Abzug, also brutto, wobei dem Lehrling vom Finanzamt eine Negativsteuer bis zu EUR 110,- pro Jahr ausbezahlt wird. Für das Jahr 2008 kann sich dieser Betrag in manchen Fällen ab 2009 auf bis zu EUR 200,- erhöhen.

Die Abzüge sind die Beitragssätze zur Sozialversicherung, die hier bei als PDF abrufbar sind.