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Steuerliche Absetzbarkeit von Aufwendungen für berufliche Aus- und Fortbildung

Für Privatpersonen als auch für Unternehmer gilt


Steuerlich Absetzbarkeit beruflicher FortbildungAusgaben und Aufwendungen zur beruflichen Fort- und Weiterbildung werden als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben anerkannt, soweit diese im Zusammenhang mit der ausgeübten beruflichen bzw. betrieblichen Tätigkeit oder im Zusammenhang mit einem (dem ausgeübten Beruf) artverwandten Beruf stehen.

Dazu zählen eine Vielzahl von WIFI-Kursen, aber auch der Besuch von berufsbildenden (höheren) Schulen und Fachhochschulen.

Ausgaben und Aufwendungen für Umschulungsmaßnahmen sind abzugsfähig, wenn sie derart umfassend sind, dass sie einen Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit ermöglichen, die mit der bisherigen Tätigkeit nicht verwandt ist (z. B. Ausbildung einer Arbeitnehmerin aus dem Druckereibereich zur Krankenpflegerin).

Als typische Aus- und Fortbildungskosten kommen insbesondere in Betracht:
  • Kurs- und Seminarkosten
  • Kosten für Lehrbehelfe
  • Nächtigungs- und Fahrtkosten

Von der steuerlichen Absetzbarkeit ausgeschlossen sind
Aufwendungen für Ausbildungen, die der privaten Lebensführung dienen (z. B. Persönlichkeitsentwicklung ohne beruflichen Bezug, Sport, Esoterik, B-Führerschein).

Für Unternehmer gibt es folgenden zusätzlichen Anreiz
Für externe Aus- und Fortbildungskosten, die ein Betrieb für seine Mitarbeiter/innen im betrieblichen Interesse aufwendet, gibt es für das Unternehmen einen zusätzlichen steuerlichen Anreiz.

Besuchen Sie auch die  WIFI-Veranstaltung zur Arbeitnehmerveranlagung.

Bildungsfreibeträge und Bildungsprämie

Privatpersonen können die Arbeitnehmerveranlagung bis zu fünf Jahre in Nachhinein durchführen.

Daher nutzen Sie die Chance und holen Sie sich Ihr Geld zurück, falls Sie Veranstaltungen im Zeitraum bis zum 31.12.2015 besucht und noch nicht eingereicht haben.


Um Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter/innen steuerlich zu fördern, wurde der Bildungsfreibetrag und die Bildungsprämie für externe Ausbildungskosten geschaffen. Im Zuge des Konjunkturbelebungspaketes 2002 hat der Gesetzgeber alternativ eine Bildungsprämie eingeführt und den Bildungsfreibetrag auf innerbetriebliche Aus- und Fortbildungseinrichtungen ausgeweitet.

Bildungsfreibetrag
Der Bildungsfreibetrag ist eine fiktive Betriebsausgabe, die vom Arbeitgeber im Rahmen der Gewinnermittlung geltend gemacht werden kann. Der Bildungsfreibetrag ist nur von jenem Anteil der Aus- und Weiterbildungskosten zu bemessen, der vom Arbeitgeber selbst getragen wurde.

Der externe Bildungsfreibetrag steht für betriebliche Aufwendungen zu, welche unmittelbar außerbetriebliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen betreffen, die im betrieblichen Interesse für Arbeitnehmer getätigt werden. Aus- und Fortbildungseinrichtungen sind:
  • Bildungseinrichtungen von Körperschaften öffentlichen Rechts z. B. WIFI
  • Einrichtungen, deren Geschäftsgegenstand in einem wesentlichen Umfang in der Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der beruflichen Aus- oder Fortbildung besteht. Diese Tätigkeiten müssen nach ihrer tatsächlichen Geschäftsführung einem unbestimmten Personenkreis angeboten werden.

Das Höchstausmaß des externen Bildungsfreibetrages beträgt für ab dem Kalenderjahr 2002 angefallene Aufwendungen 20 %, für davor angefallene Aufwendungen 9 %.

Bildungsprämie
Alternativ zur Geltendmachung als Freibetrag können Aufwendungen, die einen Anspruch auf den externen Bildungsfreibetrag begründen und die ab dem Kalenderjahr 2002 anfallen, im Rahmen einer Bildungsprämie in Höhe von 6 % berücksichtigt werden. Im Falle der Betriebsausgaben- bzw. Gewinnermittlung mittels Teil- bzw. Vollpauschalierung besteht keine Möglichkeit zur Inanspruchnahme der Bildungsprämie. Die Bildungsprämie ist keine steuerpflichtige Betriebseinnahme und führt zu keiner Aufwandskürzung.

Interner Bildungsfreibetrag
Im Rahmen der Veranlagung für das Kalenderjahr 2003 besteht erstmals die Möglichkeit der Geltendmachung eines internen Bildungsfreibetrages auf Basis der Aufwendungen für innerbetriebliche Aus- und Fortbildungseinrichtungen, die im betrieblichen Interesse für Arbeitnehmer getätigt werden. Erfasst sind innerbetriebliche Aus- und Fortbildungseinrichtungen, die einem Teilbetrieb (mit gewisser Selbständigkeit und organisatorischer Geschlossenheit ausgestattet) vergleichbar sind, ihre Leistungen Dritten gegenüber aber nicht anbieten (ausgenommen Konzernunternehmen). Es muss vorgesehen sein, dass an diesen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen Personen teilnehmen können, die unmittelbar vor Bezug eines Kinderbetreuungsgeldes Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen waren.

Der interne Bildungsfreibetrag steht im Ausmaß von höchstens 20 % der Aufwendungen zu und kann - auch außerbilanzmäßig - geltend gemacht werden für Aufwendungen, die je Aus- und Fortbildungsmaßnahme 2.000 Euro pro Kalendertag nicht übersteigen.

Der externe und der interne Bildungsfreibetrag senken die Bemessungsgrundlage für Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer und sind in der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuererklärung geltend zu machen, die Bildungsprämie mit dem Formular E 108c, das der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuererklärung beizulegen ist.

Ergänzende Detailinformationen für Privatzahler

Rechtsgrundlagen
§§ 4 Abs. 4 Z. 8 und Z 10, 108c EStG
https://www.bmf.gv.at/

Trotz sorgfältigster Bearbeitung wird für die Ausführungen keine Gewähr übernommen und eine Haftung des Autors oder der Wirtschaftskammern ausgeschlossen.

Stand Mai 2017
 

Steuerleitfaden

 

Im Steuerbuch des Bundesministerium für Finanzen finden Sie aktuelle Informationen über Arbeitnehmerveranlagung „Steuerleitfaden für neu gegründete Unternehmen“ und mehr…

AK Steuertipps

 

Die Arbeiterkammer gibt jährlich interessante Steuertipps sowie die Broschüre Steuer sparen heraus.

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