Corona hat den massiven wirtschaftlichen Wandel beschleunigt. Ein brandneuer WIFI-Lehrgang vermittelt das Rüstzeug dafür.

Agilität war schon vor Corona ein viel diskutierter Ansatz in der Unternehmensführung. Schon vor zwei Jahren kämpften Betriebe mit sich verändernden Bedingungen – von neuen Ansprüchen von Mitarbeitenden über geändertes Kundenverhalten bis hin zu technologischen Neuerungen. Mit der Pandemie haben sich die Veränderungen potenziert. Es galt, von einem Tag auf den anderen Lockdowns zu verkraften, komplexe Präventionskonzepte umzusetzen, Home Office zu organisieren und digitale Kanäle auszubauen. Starre Unternehmensstrukturen gerieten dabei schnell an ihre Grenzen. Nun waren es nicht mehr die Großen, welche die Kleinen fraßen, sondern die Agilen, die verkrusteten Firmenstrukturen um Meilen voraus waren und in der Krise sogar neue Chancen erkannten und nutzten. Die Gewinner waren somit jene, welche die Kraft der Veränderung zu ihrem Vorteil einsetzten und nicht jene, die verzweifelt versuchten, sich dagegen zu stemmen.

Nach Corona wird sich das nicht ändern. Denn es wird weiter vorkommen, dass eingesessene Unternehmen über Nacht neue Konkurrenten aus bislang unerwarteter Richtung bekommen; dass laufend innovative Produkte und Dienstleistungen entstehen; dass Betriebe mit Anforderungen von Kunden konfrontiert werden, von denen sie kurz zuvor noch nicht einmal etwas wussten; dass die gesamte traditionelle Arbeitswelt ins Wanken gerät, Stichwort New Work. Wenn ein Betrieb weiterhin am unruhigen Markt eine Rolle spielen will, braucht er wendige, dezentrale, mutige Lenk- und Denkmodelle – wie eben das Modell der Agilität.

Das Konzept der Agilität hat sich in den Anfangsjahren dieses Jahrtausends vor allem in der Softwareentwicklung bewährt. In diesem Bereich konnten agile Prozesse ihre Stärke beweisen, wie die unter dem Namen SCRUM bekannt gewordene Methode. Die Methode wurde auf die Unternehmensführung übertragen und weiterentwickelt. Agilität ist mehr als Flexibilität. Selbst wenn beides „Anpassungsfähigkeit“ meint, ist der Weg dorthin ein ganz anderer. Flexibel ist die Re-Aktion auf äußere Einflüsse. Kurz gesagt: Agieren statt Reagieren bringt jeden Betrieb in eine wesentlich vorteilhaftere Position.

„Das ist nur was für Großbetriebe.“
Dieser von Unternehmern oft verwendete Satz hat sich längst als überholt erwiesen. Auch Klein- und mittelständische Unternehmen verschaffen sich mit agilen Prinzipien einen Wettbewerbsvorteil.

Und wie lässt sich das jetzt alles lernen und umsetzen? Mit dem brandneuen WIFI-Lehrgang „Agile Unternehmensführung.“ In diesem dreiteiligen zertifizierten Diplomlehrgang erlernen die TeilnehmerInnen das Handwerkszeug, um Unternehmen dabei zu unterstützen, neue Arbeitsformen einzuführen, Teams und Führungskräfte mit dem agilen Mindset auszustatten und das Unternehmen zukunftsfit, anpassungsfähig und innovativer zu machen. Teil 1 des Lehrgangs befasst sich mit New Work und vermittelt das Basiswissen zum Thema Agilität. Teil 2 taucht tiefer in die Materie ein. Die Teilnehmer lernen mit SCRUM und Kanban agile Methoden praxisnah kennen und erfahren, welche Kriterien es benötigt, um ein Projekt agil abzuarbeiten. Zusätzlich werden analoge und digitale Tools besprochen, mit denen sich die laufende Arbeit visuell darstellen und damit transparent machen lässt. In Teil 3 geht es um Softskills und das Coaching von Teams.

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