Die Craniosacrale Methode ist eine sanfte manuelle Behandlungsform, die effektiv ganzheitliche Hilfestellung bietet. Im Lehrgang „Cranial Works“ bietet das WIFI Tirol eine Ausbildung für PhysiotherapeutInnen und MasseurInnen an, die ihr Behandlungsportfolio erweitern möchten. Auch interessierte QuereinsteigerInnen sind herzlich willkommen.

Cranial Works bezeichnet eine Methode, die mit manuellen Techniken den Körper des Menschen als Ganzes unterstützt, sei es zur Gesunderhaltung oder als Begleitung zur schulmedizinischen Behandlung. Mit Cranial Works wenden wir uns an die Gesundheit im Menschen und orientieren uns an den Selbstheilungsprozessen im Körper.

Der Ursprung der craniosacralen Methode liegt unter anderem in der Osteopathie. Inzwischen haben sich verschiedene Zweige dieser Methode herausgebildet. Der Hauptzweig ist die craniosacrale Biodynamik, auf der Cranial Works basiert.

Die KursteilnehmerInnen des Lehrgangs „Cranial Works“ lernen, direkt mit den Körperstrukturen der KundenInnen zu kommunizieren. Dadurch erhalten sie Hinweise, welche Cranial-Works-Techniken am besten zum Einsatz kommen. Das Ganze wird dann unter Beachtung der körpereigenen Gewebsrhythmen und der Selbstheilungsprozesse zu einer kompletten Sitzung.

„Durch das neue Wissen um die Selbstheilungsprozesse haben wir hier ein hochwirksames Instrument an der Hand!“, erläutert Kathrin Kleindorfer.

„Die Anwendungsmöglichkeiten sind breit gefächert“, erläutert Lehrgangsleiterin Kathrin Kleindorfer. Üblicherweise eignen sich Themen des Stütz- und Bewegungsapparates hervorragend für eine Cranio-Behandlung. Denn belastende Erlebnisse sind oftmals noch im Körper spürbar, hier kann mit Cranial Works oftmals Erleichterung erreicht werden.

Die eigenen Ressourcen zur Selbstheilung nutzen

„Cranial Works funktioniert deshalb so gut, weil es sich an die Ressourcen jedes Einzelnen wendet“, erläutert Kathrin Kleindorfer, „wir schauen nicht auf Probleme oder Symptome, sondern auf die größeren Kräfte, die uns Menschen am Leben erhalten. Die Wissenschaft hat uns neue Erkenntnisse zu den Selbstheilungsprozessen geliefert, die wir hier mit einbeziehen. Somit wenden wir uns nie an das Problem, sondern an die Selbstheilungskräfte“

Drei Fragen an Lehrgangsleiterin Kathrin Kleindorfer…

An wen richtet sich die Ausbildung „Cranial Works“ am WIFI Innsbruck?

Unser Lehrgang im WIFI Innsbruck richtet sich an MasseurInnen, PhysiotherapeutInnen, aber auch an interessierte QuereinsteigerInnen.

Wer bereit ist, sich mit den eigenen Themen und den Themen der anderen wertschätzend auseinanderzusetzen, ist bei uns richtig !

Die KursteilnehmerInnen werden von mir intensiv begleitet. Nach der Ausbildung können sie ihre neuen Fähigkeiten direkt in der Praxis umsetzen: In Österreich berechtigt die Lösung des freien Gewerbescheins „Energetiker“ zum Ausüben der craniosacralen Methode.

Welche Themen umfasst die Ausbildung, worauf liegt der Schwerpunkt?

Die Cranial-Works-Ausbildung umfasst zehn Intensiv-Module, die eine Vielzahl verschiedenster Anwendungstechniken enthalten. Integriert sind zudem Anatomieunterricht sowie Partnerarbeit-Praxis.

Die Kursinhalte entwickeln sich in der Ausbildung von (körper-)struktureller Wahrnehmungsarbeit hin zur rein biodynamischen Arbeit. Dabei stehen die Selbstheilungsprinzipien des Körpers um Long Tide, Mid Tide, Cranial-rhythmischem Impuls und der Potency im Mittelpunkt.

Inhaltlich lege ich großen Wert auf praxisbezogenen Unterricht, damit die KursteilnehmerInnen gleich umsetzen können, was sie gelernt haben. Mein Ziel ist es, Cranio-ExpertInnen auszubilden, die Spaß an der Arbeit haben!

Wie sind Sie selbst eigentlich zur craniosacralen Methode gekommen?

Mit der craniosacralen Methode arbeite ich mittlerweile seit 22 Jahren. Meine ersten beruflichen Jahre habe ich bei Film und Fernsehen gearbeitet. Nach einer dieser typischen Hochspannungs-Filmproduktionen war ich bei meinem Hausarzt, der gerade eine Osteopathie-Ausbildung gemacht hatte. Er hat mich zu einem erfahrenen Osteopathen geschickt.

Nach dieser Behandlung waren nicht nur einige Verdrehungen in meiner Wirbelsäule gelöst, sondern auch „Verdrehungen“ in meinem Kopf. Geistig glasklar und wunschlos entspannt wollte ich danach wissen, was das für eine Methode war – es war die craniosacrale Osteopathie. Das war wie eine Initiation für mich. Ab da hat sich mein Leben schlagartig zum Besseren verändert.

„Bildung, Befähigung und Begeisterung vermitteln mit einer Leichtigkeit, als würden wir alle gerade in Flipflops vom Strand kommen“ – das ist das Credo von Craniosacral-Lehrgangsleiterin Kathrin Kleindorfer. Mit dem Diplomlehrgang „Cranial Works“ am WIFI Tirol bietet Kathrin Kleindorfer eine Ausbildung an, die Sie befähigt, Ihre eigene Craniosacral-Praxis zu eröffnen.

Cranial Works basiert auf der craniosacralen Biodynamik. Dabei handelt es sich um eine tiefgreifende Form manueller Körperarbeit, die auf mehreren Ebenen wirkt und oft zu mehr Vitalität und Leichtigkeit verhilft. Denn die angehenden Cranial-Works-PraktikerInnen lernen in dem Lehrgang das wesentliche Handwerkszeug, um Ihren KundInnen auf einer strukturell-energetischen Ebene Hilfestellung zu leisten.

Kathrin Kleindorfer

Lehrgangsleiterin "Cranial Works" am WIFI Tirol

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