Wir befinden uns mitten in einer digitalen Revolution. Die schöne, neue Welt hat ihre Risiken – bietet aber vor allem enorme Chancen, auch im Bildungsbereich. Das WIFI Tirol gehört zu den Vorreitern in Tirol. Das WIFI-Excellence-Programm bietet einen kostenlosen Selbstcheck zur Digitalisierung. Auch im Bildungsbereich macht das WIFI konkrete Schritte in Richtung digitalisierte Kursangebote.

Wir sind bereits mittendrin in einem digitalen Umbruch. Dessen Auswirkungen begegnen uns Tag für Tag. Wir bestellen online, unterhalten uns in Foren mit anderen Menschen, überweisen unser Geld mittels eBanking und buchen unsere Reisen im Internet.

Dieser Trend wird sich fortsetzen: Alles, was vernetzt werden kann, wird vernetzt. Alles, was automatisiert werden kann, wird automatisiert. Mit einem Wort: Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Das macht vielen Menschen Angst. „Muss es aber nicht – denn die Chancen sind weitaus größer als die Risiken“, ist WIFI-Geschäftsführer Wolfgang Sparer überzeugt.

Die Wirtschaftskammer Tirol hat sich in ihrem letzten Wirtschaftsparlament, der halbjährlichen Vollversammlung, intensiv mit dem Thema Digitalisierung befasst. Wie alle großen Veränderungen braucht es auch hier die entsprechenden Rahmenbedingungen, um Risiken zu vermindern und Chancen zu vergrößern.

Digitalisierung ist gerade auch in der Bildung ein Thema. Das WIFI Tirol erweitert beispielsweise sein Excellence-Programm um den Bereich Digitalisierung. Ab sofort steht ein eigenes Tableau zu Verfügung, mit Hilfe dessen Unternehmen ihren aktuellen Standort beim Thema Digitalisierung feststellen können. Nur wer weiß, wo er steht, kann effektive Schritte in Richtung Verbesserung unternehmen. Dieses Tool bietet für Unternehmen aller Größen einen ersten Überblick und hilft dabei, die eigene Digitalisierungs-Strategie zu entwickeln – von der Positionierung über den Kundennutzen bis hin zur Markenführung. Dabei ist der Begriff Digitalisierung weit gefasst und reicht von der Schließanlage per Fingerprint bis hin zu Aktivitäten in Social Media. Dieser Selbstcheck ist kostenlos abrufbar: digital.wifi-excellence.at

Das WIFI Tirol greift die neuen Möglichkeiten auch im Kursbereich auf und nutzt sie ganz konkret in folgenden Bereichen:

eLearing
Das Anbieten von Kursen als eLearning – von der Plattform über die Unterlagen, das Testcenter bis hin zum Support. Der Vorteil für die Kunden: Die Kurse werden wesentlich günstiger, lästige Anreisezeiten entfallen und die Weiterbildung findet zu selbst gewählten Zeiten statt. Den Start soll der ECDL-Kurs machen. Die Trainer sind über die Plattform verfügbar, begleiten die Teilnehmer, beantworten ihre Anfragen und sind zu bestimmten Zeiten auch für Videokonferenzen erreichbar.

Webinare
Die Ausweitung des Angebotes auf alle Bezirke. Bisher ist in den Bezirken nur ein Teil der Kurse buchbar, während es im Zentralraum Innsbruck das gesamte WIFI-Angebot gibt. Das lässt sich ändern: Indem ein Kurs, der in Innsbruck abgehalten wird, als Webinar in ganz Tirol verfügbar ist. Die Teilnehmer haben die Wahl: Sie können im Seminarraum in Innsbruck am Kurs real teilnehmen, gemeinsam mit anderen Teilnehmern den Kurs virtuell an einem WIFI in den Bezirken verfolgen oder alleine zu Hause einsteigen. Die notwendigen Endgeräte stellt das WIFI. Abgesehen von günstigeren Kurspreisen entfällt bis auf einige Präsenztermine die An- und Abfahrt. Dieses Angebot ist vor allem für Teilnehmer aus den Bezirken interessant und soll sukzessive ausgeweitet werden.

Papierlos
Vom papierlosen Büro wurde schon viel gesprochen, im Bildungsbereich fehlen derartige Angebote noch weitgehend. Beginnend mit dem EDV-Kurs sollen alle Unterlagen nur mehr elektronisch zur Verfügung stehen. Jeder Teilnehmer erhält exklusiv und individuell über eine Plattform genau die Lernunterlagen, die er gerade benötigt. Auch die interne Abwicklung der Kurse mit den Trainern wird auf eine papierlose Lösung umgestellt.

Der Großteil dieser Neuerungen läuft als Pilotprojekt im Bereich der IT und EDV Ausbildungen. Für WIFI-Geschäftsführer Wolfgang Sparer ein logischer Schritt: „Für die Teilnehmer in diesem Bildungsbereich gehören diese Instrumente zu ihrem Arbeitsalltag. Daher lässt sich ihre Anwendung in der Aus- und Weiterbildung hier ideal testen und weiterentwickeln. Ziel ist die möglichst rasche Ausweitung auf andere Bildungsbereiche“. Das WIFI war schon bisher Vorreiter bei der Anwendung moderner Lernmethoden und innovativer Tools. „Wir möchten diesen Vorsprung ausbauen und mit dem Schritt in die Digitalisierung noch näher an die Bedürfnisse unserer Kunden“, erklärt WIFI-Kurator Martin Felder.