Die Meisterschule Floristik ist die Top-Ausbildungsstätte für alle, die es in der Floristik nach ganz oben schaffen möchten. Die frischgebackenen Meisterinnen und Meister luden vergangenes Wochenende zur Leistungsschau.

Vergangenes Wochenende war es wieder soweit: Hunderte Floristinnen und Floristen aus Tirol und der näheren Umgebung pilgerten nach Hall. Genauer in die historischen Räumlichkeiten der Haller Saline. Dort stellten die Absolventinnen und Absolventen der Meisterschule Floristik ihre Werke aus. „Die Schau zeigt einerseits, auf welch beeindruckendem Niveau die frischgebackenen Floristmeisterinnen und –meister arbeiten“, sagt Lehrgangsleiterin Nicole von Boletzky, „andererseits ist sie eine wertvolle Inspirationsquelle für Floristinnen und Floristen aus Nah und Fern.“

Die Meisterschule Floristik ist eine gemeinsame Einrichtung des WIFI Tirol und der Academy of Flowerdesign (AoF) in Zürich. Geleitet wird sie von Meisterfloristin Nicole von Boletzky, die seit mehr als 25 Jahren angehende Floristmeisterinnen und –meister ausbildet. Nicht umsonst wird sie auch „die Meistermacherin“ genannt – zusammen mit ihrem Trainerteam führte sie bereits mehr als 700 Floristinnen und Floristen zum Meistertitel.

Profi-Wissen weit über die Floristik hinaus

„In der Meisterschule vermitteln wir jenes Wissen, das nötig ist, um heute in der Floristik Erfolg zu haben“, erklärt von Boletzky. Es genüge längst nicht mehr, schöne Sträuße zu binden und zum Kauf anzubieten. „Floristinnen und Floristen müssen sich als Stylisten mit dem Schwerpunkt Blumen und Pflanzen begreifen und die Kundinnen und Kunden dort abholen, wo sie stehen“ erläutert Boletzky.

„Bei uns stehen ebenso Einrichtungslehre, Lichtgestaltung, Farbkonzepte, Kunst und Grafik am Programm“, erzählt Nicole von Boletzky. Dieser umfassende Ansatz ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen, ihren Kunden aus verschiedenen Branchen auf Augenhöhe zu begegnen und als Expertinnen und Experten für florale Gestaltung aufzutreten.

„Wer die Meisterschule abschließt, verfügt über ein großes Wissen auf vielen Gebieten und tritt beispielsweise Architekten, Projektplanern und Interiorspezialisten gleichberechtigt gegenüber“, so die fachliche Leiterin der Schule.

Der Blumenfachhandel hat sich in den letzten Jahren fundamental verändert: die Geschäftsgrößen haben abgenommen, die traditionellen Hierarchiestufen sind verschwunden. Die Meisterschule Floristik reagiert unmittelbar auf die Veränderungen in der Branche und passt ihre Ausbildungsinhalte laufend an.

„Unsere Teilnehmer haben ein Recht auf handfestes Wissen am Puls der Zeit“, bekräftigt Nicole von Boletzky. Der Unterricht zeichnet sich durch hohe Dichte und Intensität aus, zwischen den einzelnen Blöcken wird der Lernstoff vertieft und nachbearbeitet. Nur so ist es möglich, innerhalb kurzer Zeit zum Ziel zu kommen.

In einem Jahr zum Meistertitel

Die Ausbildung an der Meisterschule Floristik dauert ein Jahr. Der Lehrgang gliedert sich in acht Blöcke zu jeweils sechs Tagen. Der neunte und letzte Block von zwei Tagen ist der intensiven Prüfungsvorbereitung gewidmet.

„Wer zu uns kommt, muss nicht besonders gut sein – er wird es jedoch sein, wenn er wieder geht“, sagt Boletzky. Von den angehenden Meisterinnen und Meistern erwartet sie keine ausgeprägten Talente, schulische Spitzenleistungen oder langjährige Erfahrungen. „Was zählt, sind die Freude, das Verlangen und der Wille, diesen Bildungsweg zu gehen.“

Ziel: Meisterdiplom

Das Meisterzeugnis ist die Krönung einer beruflichen Laufbahn im Handwerk. An der Meisterschule Floristik am WIFI Innsbruck bereiten sich angehende Meisterinnen und Meister innerhalb eines Jahres auf ihre Prüfung vor. Die neun Module können entweder am WIFI Innsbruck oder am Schulstandort in Zürich besucht werden. Im Anschluss nimmt die Meisterprüfungsstelle der Wirtschaftskammer Tirol die fachliche Meisterprüfung ab. Am WIFI kann zusätzlich ein Unternehmertraining absolviert werden. Die nächste Meisterschule Floristik startet am 3. September 2018.