Wenn KollegInnen zu Führungskräften werden, sind sie mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert. Auf diese können Sie sich im Lehrgang „Vom Kollegen zur anerkannten Führungskraft“ am WIFI Tirol vorbereiten. Im Interview erläutert Lehrgangsleiterin Andrea Prantl, was die Teilnehmenden erwartet.

Gestern Kollege, heute Führungskraft. Was bringt dieser Rollenwechsel mit sich?

Ein Rollenwechsel erfordert immer eine veränderte Perspektive und führt damit auch zu anderen Entscheidungen. Der Rollenwechsel „Vom Mitarbeiter zur Führungskraft“ führt für viele zu einem Rollendilemma und zur Frage: „Wie kann ich meiner Führungsrolle gerecht werden und trotzdem mein kollegiales Verhalten bewahren?“ Die Antwort auf diese Frage liegt in einer veränderten, klaren, aber vor allem auch wertschätzenden Führungskommunikation mit Vorbildcharakter.

 

Was kann passieren, wenn die Vorbereitung auf die neue Rolle ungenügend ist?

An die Rolle der Führungskraft sind immer bestimmte Erwartungen geknüpft. Erwartungen bestehen seitens der MitarbeiterInnen, seitens des Unternehmens aber auch seitens der Führungskraft an sich selbst. Eine ungenügende Vorbereitung auf die neue Rolle kann dazu führen, dass Erwartungen enttäuscht werden, was entweder zu Konflikten im Unternehmen oder zu einem Gefühl des Scheiterns bei der Führungskraft selbst führen kann.

Was können die Teilnehmer nach zwei Tagen mit nach Hause nehmen?

Über das Thema Führung gibt es allein auf Google 61 Millionen Einträge. Es gibt neben vielen wichtigen und wissenschaftlich fundierten Theorien unzählige Ratgeber und Erfahrungsberichte. Was es nicht gibt, sind Informationen darüber, wie ich mich in der konkreten Führungssituation in der Praxis verhalten soll. Nach zwei Tagen wissen die Teilnehmer, welche Führungstheorien relevant sind und wie man diese mit kleinen Tools praxisgerecht einsetzen kann.

Was lernen die Teilnehmer über sich?

Führung beginnt immer bei sich selbst. Die Teilnehmer werden sich bewusst, wie eigene Wahrnehmungs-, Handlungs- und Kommunikationsmuster den Führungserfolg beeinflussen. Sie lernen durch Selbstreflexion und Erfahrungsaustausch, eigene Handlungsmuster zu hinterfragen und können dadurch neue Kompetenzen entwickeln.

Was lernen die Teilnehmer über Methoden? Können Sie einige Beispiele nennen?

Die Teilnehmer lernen anhand der Methode der Gewaltfreien Kommunikation schwierige Gespräche zu führen und sowohl Kritik als auch Lob passend zu äußern. Sie lernen, wie durch die Methode des Positiven Managements eine stärken- und werteorientierte Führung gelingt und das Leistungspotential der MitarbeiterInnen gesteigert werden kann. Ein weiteres Modell bezieht sich auf die Organisation von Aufgaben.

Das sagen die TeilnehmerInnen

Name: Cindy Siegele
Firma: Montessori Kinderhaus Spatzennest
Position: Leitung

„Die zwei Tage hier am WIFI haben mich in meiner Haltung sehr bereichert. Ich fühle mich gut gestärkt und freue mich, die neuen Tools anzuwenden. Die Referentin hat den Kurs sehr abwechslungsreich und informativ gestaltet.“

Name: Johannes Müller
Firma: Innsbrucker Immobiliengesellschaft
Position: Team-Leiter Bereich Haustechnik

„In diesem Kurs habe ich viel über mein Verhalten gegenüber meinen Mitarbeitern erfahren und worauf man in verschiedensten Gesprächssituationen achten soll.

Ich kann diesen Kurs jedem Vorgesetzten nur weiterempfehlen. Damit lässt sich in vielen Firmen die Motivation der Führungskräfte als auch der Mitarbeiter steigen.“

Name: Manuel Falkner
Firma: Hotel Rita in Längenfeld
Position: Küchenchef

„Meine Erwartungen wurden übertroffen. Es war ein interessanter, informativer und vor allem sehr praxisbezogener Kurs. Ich habe sehr viele Tools zur Mitarbeiterführung mitbekommen.“

Name: Hannes Kinigadner
Firma: Brandnamic
Position: Bereichsleiter

„Das theoretische wie auch praktische Wissen, das in diesen Kurs vermittelt wird, bewerte ich als sehr gut. Auf individuelle Fragen und Problemstellung wird ausführlich eingegangen und es werden den Kursteilnehmern praktische Hilfestellungen an die Hand gegeben.“