Unternehmen, die sich in der globalisierten Wirtschaft von heute behaupten möchten, können nicht auf Innovationen verzichten. Doch nur den wenigsten ist bewusst, was damit überhaupt gemeint ist und wie sie Innovationen planbar machen. Der Lehrgang Innovationsmanagement am WIFI Tirol schafft die Voraussetzungen für künftigen Unternehmenserfolg.
Innovationen sind ein Schlüsselfaktor für das Überleben von Unternehmen. Doch der Begriff „Innovation“ erlebt heutzutage eine regelrechte Inflation: Jedes Unternehmen, vom KMU bis zum Weltkonzern, bezeichnet sich als innovativ, jede Neuerung wird als Innovation vermarktet.

Wenn aber plötzlich alles innovativ ist, was bedeutet der Begriff „Innovation“ dann überhaupt noch? „Nicht alles, was neu ist, ist eine Innovation“, erklärt Florian Klotz, Leiter des Lehrgangs Innovationsmanagement am WIFI Tirol, „damit eine Neuerung den Namen Innovation verdient, muss sie ein paar Kriterien erfüllen.“

Der Begriff Innovation wurde stark vom österreichischen Ökonom Joseph Alois Schumpeter geprägt, er gilt als einer der Väter der modernen Innovationsforschung. Seine Definition von Innovation lautet „the doing of new things oder the doing of things that are already done, in a new way“.

Damit sich ein Produkt oder eine Dienstleistung Innovation nennen darf, muss sie revolutionär und komplett neuartig sein. Und – das war Schumpeter wichtig – sie muss wirtschaftlich relevant sein, sich also am Markt bewähren. Eine Innovation im Sinne Schumpeters ist beispielsweise das Elektroauto, die diversen Weiterentwicklungen traditioneller Antriebskonzepte sind lediglich Neuerungen.

Innovationen passieren nicht einfach so

„Eines ist klar: Wenn Unternehmen im globalisierten Wettbewerb bestehen möchten, benötigen sie ein funktionierendes Innovationsmanagement“, betont Florian Klotz. Und – noch wichtiger – sie müssen eine Innovationskultur verankern, die das gesamte Unternehmen durchzieht – von der Reinigungskraft bis zum Management. „Innovationsmanagement kann man sich als Prozess vorstellen, der dafür sorgt, dass Ideen zu neuen Dienstleistungen oder Produkten werden“, erläutert Klotz. In Firmen, die kein Innovationsmanagement installiert haben, gibt es zwar ebenfalls zahlreiche Ideen und Geistesblitze; doch leider verpuffen diese allzu oft ungenutzt.

Doch was versteht man nun genau unter Innovationsmanagement?

Kurz gesagt sind damit sämtliche Maßnahmen gemeint, die Innovationen in Unternehmen begünstigen.

Es geht um die Identifikation von Trends und darum, deren Potenziale und Risiken abzuschätzen. Zudem muss eine Innovationsstrategie entwickelt werden. Es braucht ein Ideen-Management, um Ideen zu finden, zu bewerten und ggf. weiterzuentwickeln. Wurde eine Idee für gut befunden, muss sie in ein Produkt oder eine Dienstleistung transformiert werden. Dafür sind Projektmanagement-Kenntnisse vonnöten.

Wirtschaft benötigt gut ausgebildete Innovationsmanager/innen

Innovationsmanagement basiert auf zwei Säulen. Säule 1 schafft die Rahmenbedingungen, die dafür sorgen, dass in Unternehmen Ideen stehen und diese kanalisiert werden. Säule 2 umfasst das Finden, Entwickeln und Umsetzen von Ideen. Dafür sind u.a. Kreativitätstechniken und Projektmanagement-Skills erforderlich.

Der Lehrgang Innovationsmanagement am WIFI Tirol vermittelt wichtige Techniken und Fertigkeiten, um zeitgemäßes Innovationsmanagement umzusetzen. Er gliedert sich in die Blöcke Kultur, Struktur und Praxis. Im ersten Block erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sich eine Innovationskultur in Unternehmen etablieren kann. Zudem machen sie sich mit Managementmethoden vertraut.

Im Block Struktur stehen die strukturellen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt, unter denen Innovationsmanagement gedeiht. Hier geht es um Prozesse und Tools. Der Praxisteil zeigt Best-Practice-Beispiele. Die Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer erfahren, wie verschiedene Unternehmen Innovationsmanagement leben. Dazu besuchen sie u.a. das Start-up-Center InnCubator und ausgewählte Firmen.

„Wer den Lehrgang Innovationsmanagement am WIFI Tirol absolviert, ist in der Lage, ein gut funktionierendes Innovationsmanagement in einem Unternehmen zu etablieren“, schließt Lehrgangsleiter Klotz.