Der erste Eindruck ist von großer Bedeutung. Kleidung und Rhetorik spielen hierbei die entscheidende Rolle. Insbesondere bei Bewerbungsgesprächen oder im Kontakt mit KundInnen sollten Sie auf diese Aspekte achten. In speziellen Lehrgängen am WIFI Tirol erfahren Sie, wie Sie mit leichter Konversation und den richtigen Akzenten in Ihrem Styling punkten können.

Woran denken Sie, wenn Sie das Wort „Smalltalk“ hören? An ein angenehmes, ungezwungenes Gespräch oder doch eher an aufgezwungene Unterhaltungen, peinliches Schweigen, Beklemmung und Nervosität?

Viele Menschen empfinden Smalltalk als anstrengend und erschöpfend, weil sie das Gefühl haben, ihr Gegenüber beeindrucken und von sich überzeugen zu müssen. Doch gelungener Smalltalk lebt von Leichtigkeit, Lockerheit, Charme und Humor. Bei Freunden und Familie kommt uns Smalltalk meist leicht über die Lippen: „Wie geht’s?“, „Hattest du ein schönes Wochenende?“, „Tolles Wetter heut!“ oder ähnliches funktioniert fast immer.

Und genauso gut, wie diese Phrasen im Privaten funktionieren, funktionieren sie auch im Beruflichen. Beim Smalltalk geht es nämlich nicht darum, tiefsinnige, hintergründige Gespräche zu führen. In erster Linie dient das „kleine Gespräch“ dazu, eine Beziehungsebene zu Fremden herzustellen – der Inhalt des Gesprächs ist erst einmal zweitrangig.

Smalltalken – Chancen und Stolpersteine

Im Lehrgang „Erfolgsfaktor Smalltalk“ am WIFI Tirol führt Kristof Köck die TeilnehmerInnen in die Kunst des Smalltalks ein. Er zeigt, welche Schwierigkeiten auftreten können und wie diese elegant umschifft werden. Gerade im beruflichen Kontext ist diese Fähigkeit von unschätzbarem Wert. Denn wer Smalltalk beherrscht, stellt schnell einen guten Kontakt zu GeschäftspartnerInnen, KollegInnen und MitarbeiterInnen her.

Die oberste Maxime beim Smalltalk lautet: Zeigen Sie Interesse und gehen Sie auf Ihr Gegenüber ein. Beherzigen Sie dies, kann fast nicht mehr schiefgehen. Untenstehende Tipps helfen Ihnen zudem, die häufigsten Stolperfallen zu umgehen:

Smalltalk sollte nie zu lang dauern, dies wirkt unprofessionell. Außerdem sollten die Themen nicht zu belanglos und locker sein. Sie befinden sich am Ende des Tages doch in einer beruflichen Situation, die eine gewisse Ernsthaftigkeit verlangt. Allzu persönliche Themen sind ebenso fehl am Platz wie kumpelhaftes Vokabular. Heikel sind Themen wie Politik oder Religion. Selbst mit vertrauten Personen können solche Gespräche in eine unerwünschte Richtung gehen.

Tipps, wie der Smalltalk gelingt

Sie stehen mit KollegInnen im Lift und keiner spricht ein Wort. Die Peinlichkeit ist hier fast greifbar. Wieso machen Sie nicht genau dieses Im-Lift-Stehen zum Gesprächsthema? „Wie ich sehe, fahren Sie auch jeden Tag mit demselben Lift wie ich…“ wäre doch mal ein Beispiel für einen auflockernden Gesprächseinstieg. Wetten, dass es dann wie von selbst läuft…?

Beim Mittagessen gibt es oft keine andere Möglichkeit, als mit den KollegInnen einen Tisch zu teilen. Versuchen Sie auch dort, ein Gespräch anzufangen. Sprechen Sie doch Ihr Gegenüber auf ihre / seine Essenswahl an und knüpfen Sie daran gleich eine angeregte Diskussion über die neuesten wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung an. So bleibt Ihnen das Essen sicher nicht im Hals stecken!

Hin und wieder kommt es beim Kopierer zum Stau. Diese Situation schreit geradezu nach Konversation. Was wäre da schöner, als sich gemeinsam über die Technik aufzuregen?

Kleider machen Leute

Ebenso wichtig wie gute Konversation ist das äußere Erscheinungsbild. „Weniger ist mehr“ lautet im Berufsalltag das Motto, an das man sich unbedingt halten sollte. Verzichten Sie lieber auf zu viel Haut, zu viel Farbe und zu viele Accessoires. Der Fokus sollte auf Ihnen als Person liegen. Dennoch zeugt es von Charakter, wenn Sie Ihren eigenen Kleidungsstil haben, der Sie als Mensch unter anderem auszeichnet. Nicht umsonst gibt es Sprüche wie „Kleider machen Leute“ oder „An den Federn erkennt man den Vogel“. Durch Kleidung, aber auch Accessoires, Haare und Make-up, zeigen Sie, wer Sie sind und welche Haltungen Sie vertreten. Ein bestimmter Stil bezeugt, dass Sie in Ihrem Handeln und Denken stringent sind.

Sie werden vermutlich im Berufsleben nicht ernst genommen, wenn Sie jeden Tag, ähnlich einem Teenager, in einer neuen Stilrichtung gekleidet zur Arbeit kommen – das wirkt sprunghaft.

WIFI-Trainerin Vanessa Althoff führt Sie im Kurs „Stilberatung für mehr Authentizität“ in die Grundlagen des Stils ein. Sie erfahren, dass Stilfindung von Komponenten wie Figurentyp, Proportionen, aber auch Hautton und Haarfarbe abhängt. Nicht jedem Figuren- oder Hauttypen steht jede Farbe und jeder Schnitt. Stil ist auch nicht von Massentrends und der sich ständig ändernden Modewelt abhängig.

Do’s and Don’ts bei der Kleidungswahl im Beruf

Wohlfühlen ist das oberste Gebot. Keine noch so elegante Kleidung zeigt ihre volle Wirkung, wenn der Träger / die Trägerin sich darin nicht wohlfühlt. Achten Sie außerdem auf saubere und ordentliche Kleidung. Kaum etwas ist unprofessioneller als Flecken, Löcher und Falten in Ihrer Garderobe.

Weniger ist mehr – und zwar in jeder Hinsicht: Zeigen Sie nicht zu viel Haut, tragen Sie nicht zu viel Make-up und Parfum, tragen Sie keine zu ausgefallene Kleidung, keine zu hohen Schuhe. Ebenso sollte Ihre Kleidung nicht zu eng und nicht zu kurz sein. Tragen Sie nicht zu viel Schmuck und sonstige Accessoires.

Die WIFI-TrainerInnen Kristof Köck und Vanessa Althoff teilen ihre Expertise in den Bereichen Smalltalk und Stilberatung in zwei Kursen, die im Herbst am WIFI Tirol stattfinden werden: