Vorbereitung auf die Ingenieur-Qualifizierung Vorbereitung auf die Ingenieur-Qualifizierung
Vorbereitung auf die Ingenieur-Qualifizierung
5

In diesem Vorbereitungskurs haben Sie die Möglichkeit, sich auf das Fachgespräch für Ingenieure zur Höherqualifizierung professionell vorzubereiten.

Anrufen
2 Kurstermine
05.09.2019 - 10.09.2019 Abendkurs
WIFI Innsbruck Campus
Verfügbar
280,00 EUR
Ansicht erweitern

Do, Fr, Mo, Di, 18.30-22.00
Kursdauer: 16 Stunden
Stundenplan

Egger-Lienz-Straße 116
6020 Innsbruck

Kursnummer: 94500019

Mo, Di, Do 18.30-22.00
Kursdauer: 16 Stunden
Stundenplan

Egger-Lienz-Straße 116
6020 Innsbruck

Kursnummer: 94500029
06.09.2018 - 10.09.2018 Abendkurs
WIFI Innsbruck Campus
270,00 EUR

Do, Fr, Mo, 18.30-22.00 Sa, 09.00-12.30
Kursdauer: 16 Stunden
Stundenplan

Egger-Lienz-Straße 116
6020 Innsbruck

Kursnummer: 94500018

Do, Fr, Mo, 18.30-22.00
Kursdauer: 16 Stunden
Stundenplan

Egger-Lienz-Straße 116
6020 Innsbruck

Kursnummer: 94500028

Vorbereitung auf die Ingenieur-Qualifizierung

'Ingenieur' und 'Ingenieurin' als Qualifikationsbezeichnung

Das Ingenieurgesetz 2017 wertet die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin (Ing.) zur international anerkannten Qualifikation auf.

Dieser Kurs zielt punktgenau auf angehende Ingenieure und Ingenieurinnen ab, welche sich auf das Fachgespräch zur Höherqualifizierung auf Nationalem Qualifikationsrahmen (NQR) Stufe 6 im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens vorbereiten möchten.
Zur Ergebnissicherung und zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Fachgespräches zur/zum Ingenieur/in ist es von Vorteil, wenn die Teilnehmer/innen im Rahmen des Kurses ihre erarbeiteten Kompetenzbeschreibungen laut Antragsformular reflektieren, sich selbst auf das Fachgespräch und ebenso die Präsentation professionell vorbereiten.

Inhalt:
1. Abend: Input zu Präsentationstechnik, Unterstützung bei der Strukturierung Ihrer Handlungskompetenzen laut Antragsformular; 2.+3. Abend: Zeit, um in Peergroups an Ihrer Selbstpräsentation zu arbeiten; 4. Abend: Am diesem letzten Kursabend halten Sie Ihren Kurzvortrag und bekommen Feedback.

 

Voraussetzungen

Gemäß § 2 Z 2 und 3 IngG erfüllen Personen mit folgenden Qualifikationen die Voraussetzungen:

Reife- und Diplomprüfung einer österreichischen HTL und 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung


ein gleichwertiger ausländischer Bildungsabschluss und 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung


postsekundärer/tertiärer technischer Berufsabschluss und Reifeprüfung (bzw. dem Reifeprüfungsniveau entsprechende Prüfung, wie Berufsreifeprüfung oder Lehre mit Matura) und 6 Jahre einschlägige Berufserfahrung


 

Zielgruppe

Personen, die beabsichtigen, das Fachgespräch zur/zum Ingenieur/in abzulegen, und die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen.

Nach einem positiven Fachgespräch mit einer Experten/Expertinnen-Kommission wird die Ingenieurs-Qualifikation verliehen, welche sich auf demselben Niveau wie der Bachelor befindet.

 

Welche neuen Bestimmungen gibt es für die Erlangung der Qualifikationsbezeichnung Ingenieur bzw. Ingenieurin?

Die Verleihung der Qualifikationsbezeichnung erfolgt seit 1. Mai 2017 gemäß dem an diesem Tag in Kraft getretenen Ingenieurgesetz 2017 (IngG 2017, BGBl Nr. 23/2017) im Rahmen eines qualitätsgesicherten Zertifizierungsverfahrens. Dieses besteht aus:
  • Der Prüfung der Formalvoraussetzungen gemäß § 2 IngG 2017 (entspricht dem bisherigen Verfahren),
  • Absolvierung eines Fachgespräches über die erworbene Berufspraxis mit Fachexperten bzw. Fachexpertinnen,
  • Verleihung der Qualifikationsbezeichnung Ingenieur bzw. Ingenieurin.
Welche Vorteile ergeben sich aus der aufgrund des IngG 2017 neu gestalteten Verleihung des Ingenieur-Titels als Qualifikationsbezeichnung anstelle der bisherigen Standesbezeichnung „Ingenieur“ gemäß IngG 2006?

Durch das neue Verfahren sind die Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen von Ingenieurinnen und Ingenieuren (kurz „Ing“) auf dem Niveau der Stufe 6 des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) und damit verbunden des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zertifiziert. Dadurch wird die bisher nur in Österreich bekannte Qualität von Ing. auch international sichtbar(er) und verwertbar(er). Da der Ing. der Stufe 6 gleichwertig (nicht gleichartig) der Qualifikation des Bachelors ist, erhalten Ingenieure und Ingenieurinnen und die sie beschäftigenden Unternehmen jene Anerkennung, die ihnen auf Grund der in Theorie und Praxis erworbenen Kompetenzen zusteht.

Was ist der Nationale Qualifikationsrahmen (NQR)?

Der NQR ist eine 8-stufige Skala von Kompetenzniveaus, die Bildungsabschlüsse nach den erreichten Lernergebnissen einstuft. Dabei werden jeweils Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen beschrieben, um den Abschluss in die jeweilige Stufe einordnen zu können. Die im österreichischen NQR verwendeten Kriterien entsprechen den im europäischen Qualifikationsrahmen verwendeten Begriffen. Damit sind österreichische Zuordnungen zu einer bestimmten Stufe unmittelbar europaweit vergleichbar. Absolventen und Absolventinnen von Bildungsabschlüssen können auch international belegen, über welche Qualifikation sie verfügen. Aus der Einreihung eines Bildungsabschlusses sind aber keine rechtlichen Ansprüche ableitbar.

Welche Voraussetzungen müssen HTL-Absolventen bzw. Absolventinnen erfüllen, um den Ingenieur Titel nach dem IngG 2017 beantragen zu können?

Nachzuweisen ist eine positive Reife- und Diplomprüfung einer HTL sowie eine nachfolgende mindestens dreijährige, fachbezogene Praxis an Tätigkeiten, die typischerweise von HTL Absolventen bzw. Absolventinnen durchgeführt werden.

Können Personen, die einen ausländischen Bildungsabschluss nachweisen, den Ingenieur Titel nach dem IngG 2017 beantragen?

Ja. Voraussetzung ist ein Bildungsabschluss, der einer Reife – und Diplomprüfung an einer österreichischen HTL mindestens gleichwertig ist sowie drei Jahre entsprechende Praxis. Die Gleichwertigkeit ist entweder aufgrund einer Nostrifikation gegeben oder es erfolgt eine Bewertung durch das Bundesministerium für Bildung gemäß dem Anerkennungs- und Bewertungsgesetz (AuBG, BGBl. I Nr. 55/2016). Gegebenenfalls sind Zusatz- oder Ergänzungsprüfungen erforderlich.

Können Personen, die z.B. eine Meister-, Befähigungs- oder Werkmeisterprüfung abgelegt haben, den Ingenieur Titel nach dem IngG 2017 ansuchen?

Ja. Die Qualifikation Ingenieur bzw. Ingenieurin setzt sich aus höherer Fachtheorie, höherer Allgemeinbildung und dem Nachweis berufspraktischer
Handlungskompetenz im Fachbereich zusammen. Den inhaltlichen Bezugspunkt bilden dabei vor allem Lernergebnisse aus den Bereichen „Planung und Entwicklung“. Voraussetzung ist daher eine technische Qualifikation, die einer HTL-Fachrichtung inhaltlich entspricht, sowie der Nachweis höherer Allgemeinbildung (z.B. Berufsreifeprüfung, sonstige Matura). Die ingenieurmäßige Praxis beträgt bei (zur HTL-Matura) alternativen Qualifikationen sechs Jahre nach Abschluss des letzten Teiles der zusätzlichen Ausbildung.

Werden Praxiszeiten, die vor oder parallel zu einer berufsbegleitenden Ausbildung (z.B. HTL-Abendschule, Kolleg) erworben wurden, für die Mindestdauer der Berufspraxis anerkannt?
 
Nein, das IngG 2017 fordert ausdrücklich, dass Praxiszeiten nach dem Abschluss der letzten notwendigen Bildungsmaßnahme erworben werden.

Können Absolventen bzw. Absolventinnen von technischen Studien (Bachelor, Master bzw. PhD) den Ingenieur Titel nach dem IngG 2017 beantragen?

Ja, wenn das Studium eine fachliche Übereinstimmung mit einem HTL-Abschluss aufweist. Hochschulische Abschlüsse, die dem Bologna-System entsprechen, sind aber ohnedies den NQR/EQR-Niveaus 6-8 bereits automatisch zugeordnet. Auch diese Personengruppe muss eine mindestens dreijährige facheinschlägige Praxis nach Beendigung des Studiums nachweisen.

Gibt es für Absolventen bzw. Absolventinnen anderer Ausbildungswege wie der HLW, HAK oder HFL mit einer entsprechenden Berufspraxis ähnliche Ingenieur Titel auf Stufe 6 NQR?

Derzeit gibt es nur für die Bereiche Technik sowie Land- und Forstwirtschaft die Qualifikationsbezeichnung Ingenieur bzw. Ingenieurin.

Muss die nachgewiesene Praxis aus dem Fachgebiet der Ausbildung (HTL-Abschluss) sein?

Ja, wobei naheliegende Bereiche, die mit der Ausbildung in Zusammenhang stehen, ebenfalls zulässig sind (z.B. Abschluss in der Fachrichtung Maschinenbau, Tätigkeit im Bereich Mechatronik).

Muss die Praxis zum Erwerb des Ingenieur Titels während der gesamten Dauer auf dem Niveau der Stufe 6 NQR sein?

Nein, so wie bei allen anderen Bildungswegen muss im Verlauf der fachbezogenen Praxis dieses Niveau realisiert werden und am Ende (d.h. zum Zeitpunkt des Fachgespräches) vorliegen.

Dieses Kursangebot entspricht den Förderkriterien Bildungsgeld update des Landes Tirol. Bitte prüfen Sie selbst, ob Sie persönlich die Voraussetzungen erfüllen.

Sie können bares Geld sparen: Reichen Sie einfach Ihre berufliche Weiterbildung beim zuständigen Finanzamt über Ihre Arbeitnehmerveranlagung / Einkommensteuererklärung ein.

Letzte Änderung: 17.04.2019