Grafik für -Insolvenz-Frühwarnsystem statt Blick in den Rückspiegel | WIFI Tirol
Firmen Intern Trainings | WIFI Blog

Insolvenz-Frühwarnsystem statt Blick in den Rückspiegel | WIFI Tirol

In Ihrem Gastbeitrag erklärt Mag. Susanne Endl, warum eine optimierte Liquiditätssituation und der Einsatz des "AWES Health Check" über den Forbestand eines Unternehmens entscheiden können. 
Susanne Endl hat langjährige Managementerfahrung auf Bereichsleiter- und Vorstandsebene einer führenden Regionalbank in Westösterreich, mit Verantwortung in den Bereichen Vertrieb, Controlling, Risikocontrolling und Treasury. 

Die Zahl der Insolvenzen in Österreich steigt – und doch werden viele Krisen erst erkannt, wenn wertvolle Zeit bereits verloren ist. Dabei ist der erste Schritt zur Sanierung immer derselbe: Früherkennung. Denn die noch verfügbare Zeit, um gegenzusteuern, ist das wertvollste Asset eines Unternehmens.
Ein verbreiteter Fehler ist der alleinige Blick in den Rückspiegel: Die Bilanz bildet nur einen vergangenen Stichtag ab – so unbrauchbar für die Navigation in der Zukunft wie bei der Fahrt auf der Autobahn nur in den Rückspiegel zu blicken. Auf der Autobahn richtet sich der Blick nach vorne. Genau dorthin müssen auch Unternehmen ihre Aufmerksamkeit richten. In eine vorausschauende Liquiditätsplanung und ein laufendes Liquiditätsmonitoring.

In Österreich gibt es zwei Insolvenz auslösende Tatbestände:
 
  1. Bilanzielle Überschuldung als Tatbestand bei Kapitalgesellschaften.
  2. Zahlungsunfähigkeit – als Tatbestand für alle Rechtsformen.

Mehr als 60% der Unternehmensinsolvenzen werden durch operative und strategische Fehler einschließlich Liquiditäts- und Finanzierungsproblemen ausgelöst.

Wer früh nach vorne schaut, die Ergebnisse aus dem Liquiditäts-Health-Check ernst nimmt und sich bewusst extern, objektiv analysieren lässt, stärkt nicht nur seine finanzielle Stabilität – sondern damit die Zukunft des gesamten Unternehmens.

Daher liegt der Schluss nahe, dass in der Praxis die Zahlungsunfähigkeit der wesentliche und vorrangige Tatbestand für Unternehmensinsolvenzen ist.
Und darum muss der Fokus klar auf der Sicherung der Zahlungsfähigkeit liegen. Sie ist der Treibstoff des Unternehmens: Selbst ein technisch perfekt gewarteter Wagen bleibt stehen, wenn der Tank leer ist.

Ein zentraler Baustein dafür kann der „AWES Health Check“ sein: eine strukturierte Analyse der wesentlichen Liquiditätspositionen, der Zahlungsströme und der finanziellen Stellhebel. Dieser Check zeigt rasch, wo Liquidität gebunden ist, welche Risiken bestehen und welche Maßnahmen notwendig sind – von der Optimierung der Zahlungsziele über die Straffung des Forderungsmanagements bis hin zur effizienten Steuerung von Ein- und Auszahlungen. So entsteht ein gesundes und proaktives Liquiditätsmanagement, das potenzielle Probleme erkennt, bevor sie entstehen.
Gerade weil Unternehmen in der operativen Hektik oft „betriebsblind“ werden, ist ein unabhängiger, sachlich-kritischer Blick von außen entscheidend. Externe Expertinnen und Experten erkennen früh, ob Liquiditätsreserven schwinden, ob Zahlungsziele sinnvoll gestaltet sind oder ob das Forderungsmanagement konsequent genug betrieben wird. Diese neutrale Diagnose schafft Klarheit und ermöglicht rechtzeitiges Handeln, bevor aus einer Liquiditätsdelle eine existenzbedrohende Krise wird.

Wer früh nach vorne schaut, die Ergebnisse aus dem Liquiditäts-Health-Check ernst nimmt und sich bewusst extern, objektiv analysieren lässt, stärkt nicht nur seine finanzielle Stabilität – sondern damit die Zukunft des gesamten Unternehmens.
 

Interesse an einem maßgeschneiderten Training mit Mag. Susanne Endl? 

Beitragsbild: © Vilayat - stock.adobe.com