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Führung ist keine rein mentale Angelegenheit - davon ist WIFI Trainerin Karin Jungmann überzeugt. Als Coachin für die Bereiche HR-Management, Persönlichkeit und Teamführung weiß sie ganz genau, worauf es im Arbeitsalltag ankommt - und wie man den eigenen Körper ideal als Führungsressource nutzt!
In ihrem Blogbeitrag erzählt sie von Führung, die im Körper beginnt:
Unser Körper ist immer Teil unseres Führungsverhaltens – bewusst oder unbewusst. Er beeinflusst, wie wir wahrnehmen, reagieren, Entscheidungen treffen und wie wir auf andere wirken. In einer Welt, die zunehmend komplex, dynamisch und unsicher ist, wird der Körper zu einer der wichtigsten – und oft unterschätzten – Führungsressourcen.
Selbstführung als Grundlage von Führung
Führungskräfte bewegen sich heute in permanenten Spannungsfeldern: zwischen Stabilität und Veränderung, Klarheit und Ungewissheit, Leistungsdruck und Menschlichkeit.Entscheidungen müssen oft getroffen werden, ohne dass alle Informationen vorliegen. Orientierung ist gefragt, obwohl sich die Rahmenbedingungen ständig ändern.
In solchen Kontexten zeigt sich, wie tragfähig die eigene Selbstführung ist. Wer sich selbst nicht regulieren kann, wird im Außen kaum Orientierung geben. Wer den Kontakt zu sich selbst verliert, verliert langfristig an Präsenz, Klarheit und Wirksamkeit.
Der Körper als Wahrnehmungs- und Orientierungssystem
Bevor wir Situationen gedanklich erfassen, reagiert unser Körper. Er spannt sich an oder entspannt sich, der Atem wird flach oder ruhig, wir richten uns auf oder ziehen uns zurück. Diese Reaktionen sind keine Zufälle: Sie spiegeln unsere Erfahrungen, Bewertungen und unser Sicherheitsgefühl. Der Körper ist ein hochsensibles Wahrnehmungssystem. In ihm sind Wissen, Erfahrung und das, was wir Intuition nennen, miteinander verwoben. Wer lernt, diese Signale wahrzunehmen, erschließt sich eine zusätzliche Ebene von Klarheit – jenseits reiner Analyse.Der Verstand kann relativieren, rechtfertigen oder übergehen. Der Körper kann das nicht. Er zeigt zuverlässig, wann Grenzen erreicht sind, wann Druck zu groß wird oder wann etwas innerlich nicht stimmig ist. Ebenso zeigt er, wann wir aufrecht, klar und innerlich einverstanden sind.
Viele Führungskräfte haben gelernt, diese Signale zu ignorieren. Funktionieren gilt als Stärke, Durchhalten wird belohnt. Doch das Übergehen körperlicher Rückmeldungen hat seinen Preis: sinkende Präsenz, Reizbarkeit, Entscheidungsunsicherheit oder langfristige Erschöpfung. Der Körper ist kein Gegner der Leistungsfähigkeit. Er ist ihr Fundament – und zugleich ein innerer Kompass.
Präsenz entsteht im Körper
Eine der zentralen Qualitäten zeitgemäßer Führung ist Präsenz. Mitarbeitende spüren sehr genau, ob eine Führungskraft innerlich anwesend, aufmerksam und zugewandt ist – oder ob sie zwar physisch im Raum, innerlich aber abwesend ist.Diese Präsenz entsteht nicht im Kopf. Sie entsteht aus Haltung, Atmung, innerer Stabilität und der Fähigkeit, mit sich selbst in Kontakt zu sein. Führungskräfte, die ihren Körper bewusst einbeziehen, erfassen Situationen schneller, erkennen feine Dynamiken und reagieren angemessen. Intuitive Klarheit ist körperlich verwurzelt.