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Warum Teams so spät eskalieren | WIFI Blog

In ihrem Gastbeitrag erklärt Annette Behrendt wie Führungskräfte mit psychologischer Sicherheit und klarer Kommunikation frühzeitige Eskalation fördern. Die WIFI Trainerin ist erfahrene Kommunikationstrainerin, Coach und Mediatorin mit Schwerpunkt auf klarer, wirkungsvoller Zusammenarbeit in Teams und Führungskontexten. Sie unterstützt Führungskräfte und Teams darin, Missverständnisse früh zu erkennen, Konflikte konstruktiv anzusprechen und souverän zu kommunizieren.  

„Ich hätte mir gewünscht, meine Angestellten hätten früher was gesagt."


Egal ob es um Projektmanager, Führungskräfte oder HR-Leiter:innen geht, der Zeitpunkt, wann Engpässe, Verzögerungen oder Überlastungen kommuniziert werden, ist meist zu spät - oft erst, wenn Deadlines gefährdet sind oder Menschen bereits am Limit sind. Warum kommt es dazu - und vor allem: Wie kann das behoben werden?

Mitarbeitende bewegen sich dabei in einem Spannungsfeld: Zu früh etwas ansprechen und als unselbstständig wahrgenommen werden - oder zu spät Bescheid geben und die Konsequenzen tragen. Doch warum entsteht dieses Dilemma überhaupt? 
 

Drei Faktoren spielen hier eine zentrale Rolle:

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Annette Behrendt gestaltet Trainings und Coachings lebendig, zielführend und individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden abgestimmt.
  • Mindset: Die Überzeugung, keine Position zum Nein-Sagen / Widersprechen zu haben - oder dass es ohnehin nichts bringen würde.
  • Kultur/Erfahrung: Die Erfahrung, dass Grenzen negativ ausgelegt oder mit Sanktionen wie Vertrauensverlust bestraft werden. Wer glaubt, dass ihm das lange nachhängt, schweigt lieber.
  • Fehlende Skills: Viele wissen nicht, wie man professionell Grenzen kommuniziert - der Unterschied zwischen "Das schaffe ich nicht" und "Dafür brauche ich drei Tage mehr, oder wir priorisieren Projekt B" wurde nie gelernt.
All diese Faktoren zeigen: Es gibt eine Kommunikationskultur, in der nicht zugehört wird - oder in der zumindest dieses Gefühl entsteht. Das ist ein unternehmensweites Thema.

Was braucht es also? Eine Kultur, in der Diskussionen möglich sind - ohne dass sich jemand angegriffen fühlt. In der Mitarbeitende das Gefühl haben: Ich kann etwas sagen und werde gehört. Und diese Kultur lässt sich gestalten. Gespräch für Gespräch, bis Vertrauen entsteht.

Das beginnt bei Führungskräften: Aktiv nachfragen statt warten, Raum für schwierige Themen signalisieren - und diese Gespräche auch wirklich führen. 

Doch Vorsicht: Ein Training hier, ein Workshop dort reicht nicht. Grenzenkommunikation funktioniert nur mit dem richtigen Fundament: psychologische Sicherheit. Überprüfen Sie Ihre Anreizsysteme - werden die befördert, die nie Probleme eskalieren? 

Dann werden Trainings verpuffen. Das Gestalten einer offenen Kommunikationskultur ist der Schlüssel zu langfristiger Bindung und rechtzeitiger Kommunikation, bevor Probleme eskalieren.

Das alles kommt Ihnen bekannt vor? Dann fragen Sie gleich für ein Firmen Intern Training mit Annette Behrendt an:

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