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Diplomlehrgang Chief AI Officer : Neue Fachkräfte ausgebildet | WIFI Blog

Der erfolgreiche Einsatz von KI verlangt nach strategischen Führungskompetenzen. Mit dem Diplomlehrgang Chief AI Officer am WIFI Tirol werden genau diese Expertinnen und Experten ausgebildet. Auch Unternehmer Georg Schramm hat als einer der ersten die neue Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und erzählt im Interiew von seiner Erfolgsgeschichte. 

Chief AI Officers sind dafür zuständig, dass KI nicht nur technisch funktioniert, sondern auch strategisch sinnvoll, wirtschaftlich erfolgreich und regulatorisch konform eingesetzt wird. 
Der Diplomlehrgang Chief AI Officer vermittelt die nötigen Kompetenzen, um KI-Projekte in Unternehmen erfolgreich zu planen, umzusetzen und nachhaltig zu verankern. 

Geleitet wird der KI-Diplomlehrgang von Sabine Singer, einer international anerkannten Expertin im Bereich Künstliche Intelligenz und strategische Unternehmensentwicklung. Im Blogbeitrag gibt sie Einblicke über die Chief AI Officer Ausbildung:


FAQ: Die wichtigsten Fragen zur Ausbildung Chief AI Officer

Was macht ein Chief AI Officer?

Ein Chief AI Officer (CAIO) verantwortet die strategische Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen. Die Rolle verbindet Geschäftsstrategie, Technologie, Change Management, Compliance und Unternehmenswerte. Ziel ist es, KI-Projekte so zu gestalten, dass sie messbaren Mehrwert schaffen und langfristig zum Unternehmenserfolg beitragen.

Warum brauchen Unternehmen einen Chief AI Officer?

Künstliche Intelligenz betrifft heute nahezu alle Unternehmensbereiche. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch Regulierungen wie den EU AI Act. Ein Chief AI Officer stellt sicher, dass KI nicht isoliert als IT-Projekt betrachtet wird, sondern als Teil der Unternehmensstrategie. Er verbindet Menschen, Prozesse und Technologie und schafft Orientierung in einem dynamischen Umfeld.

Für wen eignet sich die Ausbildung zum Chief AI Officer?

Der Lehrgang richtet sich an:

  • Geschäftsführer:innen und Unternehmer:innen
  • Führungskräfte
  • Innovations- und Digitalisierungsverantwortliche
  • Berater:innen und Coaches
  • Change-Manager
  • IT-Expertinnen und -Experten
  • Personen, die KI strategisch im Unternehmen verankern möchten
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Sabine Singer leitet am WIFI Tirol den Diplomlehrgang Chief AI Officer.

Welche Inhalte vermittelt der Diplomlehrgang Chief AI Officer?

Die Ausbildung vermittelt Kompetenzen in den Bereichen:

  • KI-Strategie und Innovation
  • AI Governance
  • EU AI Act und regulatorische Anforderungen
  • Change Management
  • Responsible AI
  • Value-based AI und wertebasierte KI-Entwicklung
  • Entwicklung und Umsetzung von KI-Anwendungsfällen
  • Praxisprojekte im Rahmen eines Capstone-Projekts

Welche Rolle spielt der EU AI Act?

Der EU AI Act wird die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Europa maßgeblich beeinflussen. Unternehmen müssen künftig sicherstellen, dass KI-Systeme transparent, nachvollziehbar und regelkonform eingesetzt werden. Chief AI Officers helfen dabei, diese Anforderungen frühzeitig in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

Mit der neuen, EU-weiten KI-Verordnung gilt eine Kompetenzaufbaupflicht für jene Unternehmen, die KI verwenden. Was das genau bedeutet erfahren Sie in unserem Blogbeitrag "Fit für die KI-Verordnung"

Wie profitieren Unternehmen von einer strategischen KI-Ausbildung?

Unternehmen gewinnen Mitarbeitende und Führungskräfte, die Chancen und Risiken von KI ganzheitlich beurteilen können. Dadurch entstehen bessere Entscheidungen, effizientere Prozesse und nachhaltige Wettbewerbsvorteile.


INTERVIEW: Georg Schramm über seine Ausbildung zum Chief AI Officer

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Chief AI Officer Georg Schramm mit Lehrgangsleiterin Sabine Singer (re.) und WIFI Produktmanagerin Patricia Hueber (li.) bei der Diplomverleihung im Juni 2026

Mag. Georg Schramm ist Gründer und Geschäftsführer von SoulShift Consulting mit Sitz in Wien. Vor rund eineinhalb Jahren machte er sich selbstständig, angetrieben von der Beobachtung, dass der Druck auf Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle an neue Rahmenbedingungen anzupassen, stetig zunimmt. Steigende Komplexität, geopolitische Veränderungen, regulatorische Anforderungen, der Klimawandel und insbesondere die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zählen für ihn zu den wichtigsten Treibern dieses Wandels.

Mit SoulShift Consulting begleitet er Organisationen an der Schnittstelle von Strategieentwicklung, Change Management und Zukunftstrendberatung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der wertebasierten Entwicklung und Einführung von KI-Lösungen. Das Unternehmen arbeitet branchenübergreifend mit einem Fokus auf KMU, Banken und Unternehmen mit kritischer Infrastruktur. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technologie selbst, sondern die erfolgreiche Transformation von Organisationen – von der strategischen Vision bis zur messbaren Umsetzung.

Mir war klar: Wer Unternehmen hier begleiten will, braucht mehr als Tool-Wissen. Er braucht ein belastbares Gerüst und Fertigkeiten, die Unternehmen einen echten Mehrwert liefern. Genau das heißt für mich, gerüstet zu sein und die richtigen Fragen stellen zu können und zu wissen, welche Schritte zur Lösung eines Themas notwendig sind.

KI ist die stärkste Hebelwirkung, die ich in meiner beruflichen Laufbahn erlebt habe und zugleich die anspruchsvollste. Faszinierend ist für mich weniger die Technik selbst, als die Frage, was sie für Menschen und Organisationen möglich macht - nämlich bessere Entscheidungen, klarere Strategien, Freiräume für das Wesentliche. Gerade weil sich das Feld monatlich verändert, reizt mich die Aufgabe, in dieser Bewegung Orientierung zu schaffen und KI so einzusetzen, dass sie dem Menschen dient und nicht umgekehrt.

Das ist für mich die zentrale Haltung. KI ist kein Produkt, sie ist das Werkzeug für die Menschen. Beim ADA Canvas, also dem visuellen Werkzeug aus dem ADA AI Value Creation Design Sprint, liegt der Fokus genau in diesem Bereich und genau darauf fokussiert auch dieser Lehrgang.

Das Produkt ist die Transformation, die ein Unternehmen durchläuft: bessere Entscheidungen, klarere Strategien, Menschen, die mit der Veränderung mitgehen. Wer KI zum Selbstzweck einsetzt, baut beeindruckende Technik ohne Wirkung. Der Lehrgang hat diese Unterscheidung geschärft und mir beigebracht, wie ich sie tatsächlich anwende.

Das Capstone war für mich der Hebel, Theorie in Praxis zu übersetzen. Ich habe die Methodik nicht nur verstanden, sondern an einem echten Projekt angewendet. Einem Transformationsvorhaben mit einem Unternehmen aus einer stark regulierten Branche. Dabei ging es darum, einen KI-Assistenten zu konzipieren, der von Anfang an EU-AI-Act-konform und anschlussfähig an Standards wie IEEE 7000 gebaut ist.

Dass vom ersten Tag des Kurses „Value-based Thinking“ im Mittelpunkt stand. Dieser wertebasierte Ansatz stellt nicht nur die Frage „Welche Probleme wollen wir mit KI lösen?“, sondern ebenso: Wie soll sich die KI verhalten? Wenn man an die Implementierung von Agentic-AI-Anwendungen denkt, für Kunden, aber auch intern für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wird schnell klar, dass wir der KI eine Wertehaltung mitgeben müssen. Etwa jene Werte, die ich als Unternehmer vertrete, wofür ich stehe, wie ich wahrgenommen werden möchte. Der Lehrgang hat uns darüber hinaus die analytische Methodik vermittelt, wie sich diese Werte in technische Systeme integrieren lassen. Stichwort Value-based Engineering und die große Herausforderung, wie man Kernwerte messbar macht. Genau diese Verbindung macht in der Praxis den Unterschied.

Niveau, Anforderungen und Tiefe des Diplomlehrgangs haben für mich Universitätsniveau. Nur die Kurse zu besuchen, reicht da bei weitem nicht. Ich musste mich wirklich „reinknien“. Hervorzuheben ist das gesamte Team der Vortragenden, das in seinem jeweiligen Fach einfach top ist. Namentlich darf ich Sabine Singer erwähnen, die diesen Lehrgang nicht nur durch ihr Fachwissen, sondern insbesondere durch ihr unermüdliches Engagement geprägt hat. Hinzu kommt eine starke Community: ein Teilnehmerkreis aus Unternehmern, Softwareentwicklern, Change-Managern, Führungskräften und Universitätsprofessorinnen, der sich gegenseitig unterstützt. Ein sehr starkes Team.

Das Gelernte setze ich direkt in meinem Unternehmen um. Die Prüfung war für mich nicht das Ende des Weges, sondern der Anfang. Das Capstone-Projekt ist kein Abschlussdokument in der Schublade, sondern das Fundament einer strategischen Neuausrichtung. Die Ausbildung war der Startpunkt, die Umsetzung ist mein Alltag.

Weil KI keine reine IT-Frage ist, sondern eine Strategie-, Führungs- und Wertefrage. Ein Chief AI Officer verbindet genau diese Ebenen: Er übersetzt zwischen Geschäftsmodell, Technik, Regulatorik und Menschen und sorgt dafür, dass KI nicht zum Selbstzweck wird, sondern auf die Werte und Ziele des Unternehmens einzahlt. Gerade in regulierten Branchen entscheidet diese Rolle darüber, ob KI Vertrauen schafft oder Risiken eröffnet.

Wer über diese Ausbildung nachdenkt, sollte nicht kommen, um die eine fertige Antwort zu erhalten. Die gibt es bei KI nicht. Ich darf an dieser Stelle Sabine Singer, den Mastermind und die Entwicklerin dieser Methode, zitieren: „Es geht um mutige Neugier.“ Es braucht Klarheit in einem Feld, das sich monatlich verändert. Diese Ausbildung gibt einem eine Landkarte in die Hand, die mögliche Wege und Fallstricke aufzeigt und sichtbar macht, in welche Themen man selbst noch laufend  investieren muss, um das Potenzial von KI positiv und nutzbringend einzusetzen.

Chief AI Officer werden: Jetzt informieren und Ausbildungsplatz sichern

Der Diplomlehrgang Chief AI Officer vermittelt das Wissen, die Methoden und die Praxiskompetenz, um KI verantwortungsvoll und strategisch in Unternehmen einzusetzen.

Weitere Informationen, Termine und Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf unserer Website:

Beitragsbild und Fotos: ©WIFI Tirol

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