Grafik für -Vom WIFI Tirol zum Diageo World Class Finale: Yannik Seeber auf dem Weg nach Schottland
Erfolgsgeschichten | WIFI Blog

Vom WIFI Tirol zum Diageo World Class Finale: Yannik Seeber auf dem Weg nach Schottland

Yannik Seeber aus Innsbruck ist World Class Austria Bartender 2026. Nach seinem Erfolg beim World Class European Final in Rotterdam geht es für den Tiroler im Oktober zum globalen Finale nach Schottland. Im Interview erzählt er von seinem Weg zum Barkeeper, seiner Ausbildung am WIFI Tirol und den Vorbereitungen auf die nächste große Herausforderung.

Von Innsbruck über Rotterdam nach Schottland

Die Diageo World Class zählt zu den internationalen Wettbewerben der Barszene. Bartender aus zahlreichen Ländern treten in verschiedenen Challenges gegeneinander an und zeigen ihr Können in Bereichen wie Kreativität, Technik, Sensorik und Hospitality.

Für Yannik Seeber führte der Weg 2026 zunächst nach Rotterdam. Beim World Class European Final im Juni traten 51 Bartender aus 17 Ländern an. Nach drei intensiven Wettbewerbstagen stand fest: Der Innsbrucker ist World Class Austria Bartender of the Year 2026.

Doch damit ist seine World-Class-Reise noch lange nicht zu Ende. Vom 18. bis 23. Oktober 2026 findet das Diageo World Class Global Final in Schottland statt. Dort treffen die nationalen Champions aus aller Welt aufeinander und treten um den Titel World Class Global Bartender of the Year 2026 an.

Interview mit Yannik Seeber

Vom Quereinstieg in einer Cocktailbar bis zur internationalen Bühne: Im Interview erzählt Yannik Seeber, wie er zum Barkeeper wurde, welche Rolle seine Ausbildung am WIFI Tirol dabei gespielt hat und wie er sich auf das Finale in Schottland vorbereitet.

Das beste Fachwissen bringt nichts, wenn man keine Guestrelation aufbauen kann.

Yannik Seeber, World Class Austria Bartender of the Year 2026

Ich habe eigentlich an der Leopold-Franzens-Universität Erziehungswissenschaften studiert und bin durch Zufall an eine renommierte Cocktailbar geraten, wo ich anfing, Gläser zu spülen. Ich hatte von Cocktails wirklich keine Ahnung und erinnere mich nur zu gut an die erste Bestellung, die ich entgegennehmen durfte: „Prosecco on the rocks“. Dass „on the rocks“ lediglich „auf Eis“ bedeutet, wusste ich damals natürlich noch nicht. Ab diesem Moment wollte ich alles über die Welt der Spirituosen und Cocktails lernen.

Mein damaliger Chef hat mir geraten, die Ausbildung zum Barkeeper am WIFI Tirol zu machen. Das empfehle ich jetzt selbst meinen Schützlingen. Die Kursinhalte sind top organisiert und durchdacht. An dieser Stelle möchte ich ganz besonders die Kursleiter Andreas Hotter und Mate Kende hervorheben. Die beiden sind absolute Vorbilder für mich.

Die Diageo World Class zu gewinnen, ist für mich wirklich sehr besonders. Hätte man mir vor einem halben Jahr gesagt, wie viel Arbeit das wirklich ist und wie viel Freizeit man dafür opfert, hätte ich das vermutlich niemals geglaubt. Am Ende muss ich aber sagen, dass es sich gelohnt hat. Sich mit den besten Bartender:innen im Land zu messen und dann auch noch als Gewinner gekürt zu werden, ist schon ein toller Erfolg. Am emotionalsten war vermutlich die Ernennung des Siegers. Ich hatte nämlich nicht unbedingt mit dem Sieg gerechnet.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und sind natürlich anspruchsvoller. Ich sage immer: „Vorbereitung ist alles!“ Wer sich gut vorbereitet, hat am Ende deutlich weniger Stress. Das Ziel ist es natürlich, mindestens in die Endrunde der zwölf besten Bartender:innen zu kommen.

Es ist ein Mix. Zum einen gehört fundiertes Fachwissen einfach dazu. Leider bleibt genau das aber zu oft auf der Strecke und das eigentliche Fachpersonal hinter der Bar hat wenig bis keine Ahnung. So etwas gibt es bei zertifizierten Sommeliers schließlich auch nicht, oder? Zum anderen gehört die soziale Komponente ebenfalls dazu. Das beste Fachwissen bringt nichts, wenn man keine Guestrelation aufbauen kann.

Im Zeitalter von KI und Co. sind Berufe im Dienstleistungssektor sicherlich relativ krisensicher. Natürlich sieht die Branche, dass der durchschnittliche Alkoholkonsum und die Absätze sinken. Aber wer sagt, dass sich die Arbeit von Barkeeperin an Trends und Entwicklungen anpassen kann kann?

Und der Barkeeperberuf hat auch nicht nur mit wilden Partynächten und Alkohol zu tun – da steck so viel mehr dahinter. Die Arbeit hinter der Bar ist sehr facettenreich und man lernt wirklich nie aus.

Vom WIFI Absolventen zum World Class Austria Bartender of the Year

Yannik Seeber zeigt, wie aus einem Quereinstieg, fachlicher Weiterbildung, konsequentem Training und Leidenschaft für die Barbranche eine internationale Karriere entstehen kann. Seine Ausbildung am WIFI Tirol war dabei ein wichtiger Schritt auf seinem Weg.

Heute steht der Innsbrucker als World Class Austria Bartender of the Year 2026 vor seiner nächsten großen Herausforderung. Im Oktober geht es zum globalen Finale nach Schottland, wo er sich mit den besten Bartendern aus aller Welt messen wird.

Das gesamte Team des WIFI Tirol ist stolz auf Yanniks Erfolg und seinen Weg vom WIFI Absolventen zum World Class Austria Bartender of the Year 2026. Für das Finale in Schottland wünschen wir ihm alles Gute, viel Erfolg und starke Nerven!

Barkeeper-Ausbildung am WIFI Tirol

Wer selbst Barkeeper werden, das Wissen rund um Spirituosen und Cocktails erweitern oder sich professionell auf die Arbeit hinter der Bar vorbereiten möchte, findet am WIFI Tirol passende Barkeeper-Aus- und Weiterbildungen.

Das Angebot reicht von der Genussakademie für alle, die Barwissen und Cocktail-Know-how in kompakter Form entdecken möchten, bis zum umfassenden Diplomlehrgang für Barkeeper. Auf dem Programm stehen unter anderem Spirituosen- und Getränkekunde, professionelle Mixtechniken und der fachgerechte Umgang mit Gästen.

Entdecken Sie die Barkeeper-Ausbildungen am WIFI Tirol und legen Sie den Grundstein für Ihre berufliche Zukunft hinter der Bar.

Beitragsbild: ©Diageo Bar Academy 

bis
bis