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Mediationslehrgang mit Schwerpunkt Wirtschaftsmediation
Konflikte professionell verstehen, begleiten und lösen - mit besonderem Blick auf Wirtschaft, Organisationen und Zusammenarbeit
Einführungsworkshop Mediation
In diesem besonderen Einführungsworkshop erleben Sie Mediation praxisnah und erhalten einen fundierten Einblick in den Lehrgang Wirtschaftsmediation am WIFI Tirol.
Sie möchten wissen, wie Mediation in der Praxis funktioniert – und ob eine Mediationsausbildung der nächste richtige Schritt für Sie ist?
In diesem 2,5-stündigen Einführungsworkshop erleben Sie Mediation nicht nur als Konzept, sondern als Methode: praxisnah, interaktiv und mit klarem Bezug zu wirtschaftlichen und organisationalen Konflikten.
Sie lernen, wie Mediation von anderen Verfahren wie Coaching, Moderation oder rechtlicher Beratung abgegrenzt wird, und bearbeiten anhand eines konkreten Fallbeispiels aus dem Team- und Projektalltag die zentralen mediativen Methoden: Interessen klären, Bedürfnisse verstehen, Perspektiven wechseln.
Am Ende des Abends kennen Sie den Aufbau und die Inhalte des Mediationslehrgangs gemäß ZivMediatG mit Schwerpunkt Wirtschaftsmediation – und haben eine fundierte Grundlage, um zu entscheiden, ob der Lehrgang zu Ihren beruflichen Zielen passt.
Der Workshop richtet sich an: Führungskräfte, Berater:innen, HR-Verantwortliche, Jurist:innen und alle, die Konflikte im beruflichen Umfeld professioneller begleiten möchten. Willkommen sind auch Personen, die sich für den eigenen Umgang mit Konflikten mehr Klarheit, Sicherheit und Orientierung wünschen.
Kostenlose Informationsveranstaltung. Um Anmeldung wird gebeten
Konflikte kosten mehr als Zeit und Nerven.
Wo unterschiedliche Interessen, Rollen und Erwartungen aufeinandertreffen, können Konflikte Zusammenarbeit blockieren, Entscheidungen verzögern und Geschäftsbeziehungen belasten. Das betrifft Teams und Führungskräfte ebenso wie Projekte, Familienunternehmen, Gesellschafter:innen oder Geschäftspartner:innen.
Professionelle Mediation schafft einen strukturierten Rahmen, um unterschiedliche Interessen sichtbar zu machen, Gespräche wieder in Gang zu bringen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Der Mediationslehrgang am WIFI Tirol vermittelt Ihnen die fachlichen, rechtlichen und psychosozialen Kompetenzen für professionelle Mediation – mit einem konsequenten Schwerpunkt auf Konflikten in Unternehmen und Organisationen.
Schwerpunkt Wirtschaftsmediation
Konflikte in Unternehmen haben selten nur eine zwischenmenschliche Dimension. Rollen und Verantwortlichkeiten, organisationale Strukturen, wirtschaftliche Interessen und unterschiedliche Erwartungen wirken ebenso auf das Konfliktgeschehen ein.
Im Lehrgang lernen Sie deshalb, Konflikte nicht nur auf der Beziehungsebene zu begleiten, sondern auch organisationale Strukturen, wirtschaftliche Interessen, Entscheidungsprozesse und unterschiedliche Stakeholderperspektiven zu berücksichtigen.
Praxisübungen, Fallarbeiten, Peergruppen, Supervisionen und die Abschlussarbeit orientieren sich überwiegend an Konfliktfeldern aus Unternehmen und Organisationen.
Bearbeitet werden insbesondere:
- Konflikte zwischen Mitarbeitenden, Teams und Abteilungen
- Führungs- und Rollenkonflikte
- Projekt- und Schnittstellenkonflikte
- Konflikte in Veränderungs- und Entwicklungsprozessen
- Konflikte in Familienunternehmen und bei Unternehmensnachfolgen
- Gesellschafter- und Kooperationskonflikte
- Konflikte zwischen Unternehmen und Organisationen
Ihr konkreter Nutzen
Nach dem Lehrgang sind Sie in der Lage:
- Konflikte strukturiert zu analysieren und Mediationsprozesse professionell zu gestalten
- unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Perspektiven sichtbar zu machen
- auch in schwierigen Konfliktsituationen Gespräche konstruktiv zu führen
- Konfliktparteien dabei zu unterstützen, eigenverantwortlich tragfähige Lösungen zu entwickeln
- wirtschaftliche und organisationale Rahmenbedingungen in die Konfliktbearbeitung einzubeziehen
- Mediation in Unternehmen, Organisationen oder ergänzend zu Ihrer bestehenden beruflichen Tätigkeit professionell einzusetzen
Damit erweitern Sie Ihre Konflikt- und Gesprächskompetenz und erwerben zugleich die fachliche Ausbildung für eine professionelle Tätigkeit als Mediator:in.
Ausbildungsumfang und Kosten
Der Ausbildungsumfang und die Lehrgangskosten richten sich nach Ihrer beruflichen Vorqualifikation gemäß den Anlagen der Zivilrechts-Mediations-Ausbildungsverordnung (ZivMediat-AV).
- Ohne einschlägige Vorbildung: 368 Lehreinheiten, davon 365 LE im Rahmen des Lehrgangs und 3 LE extern zu absolvierende Einzelsupervision – € 8.200,–
- Für Absolvent:innen der Lebens- und Sozialberatung: 346,5 Lehreinheiten – € 7.800,–
- Mit juristischer oder betriebswirtschaftlicher Vorbildung: 301 Lehreinheiten – € 6.800,–
Welche Vorqualifikation für Sie angerechnet werden kann, klären wir gerne im persönlichen Beratungsgespräch.
Im Rahmen des Lehrgangs findet eine mehrtägige Intensivwoche in Südtirol statt. Für Unterkunft und Verpflegung fallen zusätzlich voraussichtlich rund € 350,– an. Diese Kosten sind nicht in der Lehrgangsgebühr enthalten. Für die Teilnehmer:innen ist vor Ort ein Zimmerkontingent reserviert.
Die gesetzlich vorgesehenen 3 Lehreinheiten Einzelsupervision sind extern und selbstorganisiert bei einer entsprechend qualifizierten Person zu absolvieren. Die dafür anfallenden Kosten sind ebenfalls nicht in der Lehrgangsgebühr enthalten.
Eine zinslose Ratenzahlung ist möglich.
Für diesen Ausbildungsabschluss gemäß ZivMediatG kann – bei Erfüllung der persönlichen Fördervoraussetzungen – eine Förderung von bis zu 50 % der Kurskosten über das Bildungsgeld update des Landes Tirol möglich sein.
Die konkrete Förderhöhe ist einkommensabhängig und beträgt derzeit maximal € 3.500,–. Weitere Informationen zu Voraussetzungen und Antragstellung finden Sie beim Land Tirol unter www.mein-update.at
Ihre Lehrgangsleitung und Trainer:innen
Dr. Verena Kronthaler – Lehrgangsleitung
Eingetragene Mediatorin gemäß ZivMediatG, Unternehmensberaterin, Lebens- und Sozialberaterin und Professional Certified Coach (ICF PCC). Als Juristin verbindet sie Mediations- und Beratungskompetenz mit langjähriger Erfahrung im Personalmanagement sowie in der Führungskräfte- und Teamentwicklung. Ihre Schwerpunkte liegen in Wirtschaftsmediation, Konfliktmanagement und der Begleitung von Menschen, Teams und Organisationen in Konflikt-, Entwicklungs- und Veränderungsprozessen.
MMag. Elisabeth Söllner-Ammann
Eingetragene Mediatorin gemäß ZivMediatG mit Schwerpunkt Wirtschaftsmediation, Unternehmensberaterin, Business Coach und Supervisorin. Als Betriebswirtin und Wirtschaftspädagogin verfügt sie über langjährige Erfahrung in Strategieentwicklung, Prozessmanagement und beruflicher Bildung in einem internationalen Industrieunternehmen. Ihre Arbeit verbindet Mediation, Coaching und Organisationsentwicklung.
Vera Dietl, MA MA
Mediatorin und psychologische Beraterin mit akademischer Ausbildung in Mediation und Konfliktmanagement sowie Bildungs- und Erziehungswissenschaften. Sie verfügt über langjährige Lehr-, Leitungs- und Beratungserfahrung im Hochschul- und Bildungsbereich. Ihre Schwerpunkte liegen in Mediation, psychosozialer Beratung, professioneller Kommunikation und Konfliktklärung.
Dr. Helmut Kern
Mediator und Konfliktberater mit juristischem Hintergrund und langjähriger Erfahrung an der Schnittstelle von Recht, Verwaltung, Interessenvertretung und psychosozialer Beratung. Seine Tätigkeit als Patientenanwalt sowie in der ehrenamtlichen Beratung bringt besondere Erfahrung im Umgang mit belastenden Konflikt- und Entscheidungssituationen ein.
Was, wenn Konflikte nicht das Problem sind, sondern der Umgang mit ihnen?
Die grundlegenden Prinzipien und Methoden der Mediation bleiben dieselben – der Unterschied liegt vor allem im Anwendungskontext.
Wirtschaftsmediation befasst sich mit Konflikten in Unternehmen und Organisationen, etwa mit Führungs-, Team-, Projekt-, Schnittstellen-, Gesellschafter- oder Nachfolgekonflikten.
Dabei werden neben der Beziehungsebene auch organisationale Strukturen, wirtschaftliche Interessen, Entscheidungsprozesse und unterschiedliche Stakeholderperspektiven berücksichtigt.
Ja. Der Lehrgang ist gezielt auf Mediation im wirtschaftlichen und organisationalen Kontext ausgerichtet. Fallarbeit, Praxistraining, Peergruppenarbeit und Supervision orientieren sich überwiegend an Konfliktfeldern aus Unternehmen und Organisationen – von Führungs- und Teamkonflikten über Gesellschafterkonflikte bis hin zu Unternehmensnachfolgen.
Mit betriebswirtschaftlicher Vorbildung bringen Sie bereits Kenntnisse des Unternehmenskontexts mit. Im Lehrgang erwerben Sie das mediative Handwerkszeug, um Konflikte professionell zu analysieren und zu begleiten. Je nach anrechenbarer Vorqualifikation kann sich der Ausbildungsumfang reduzieren.
Mediation und rechtliche Beratung schließen sich nicht aus – sie ergänzen unterschiedliche Formen der Konfliktbearbeitung. Als Jurist:in bringen Sie bereits fundiertes Wissen über rechtliche Rahmenbedingungen und Konfliktdynamiken mit. Im Lehrgang erweitern Sie dieses um mediative und kommunikative Kompetenzen, um Konfliktparteien bei der eigenverantwortlichen Entwicklung außergerichtlicher Lösungen zu begleiten.
Aufgrund Ihrer juristischen Vorqualifikation kann sich der erforderliche Ausbildungsumfang reduzieren. Der erfolgreiche Abschluss dient als Nachweis der fachlichen Qualifikation für eine mögliche Eintragung in die Liste der Mediator:innen beim Bundesministerium für Justiz. Für die Eintragung gelten darüber hinaus weitere gesetzliche Voraussetzungen.
Eine spezifische Vorbildung ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Der Lehrgang steht daher auch Quereinsteiger:innen offen.
Sie erwerben die fachlichen, rechtlichen, kommunikativen und psychosozialen Kompetenzen für professionelle Mediation und beschäftigen sich intensiv mit Konflikten in Unternehmen und Organisationen.
Ohne anrechenbare Vorqualifikation absolvieren Sie die vollständige Ausbildung. Der erfolgreiche Abschluss dient als Nachweis der fachlichen Qualifikation für eine mögliche Eintragung in die Liste der Mediator:innen beim Bundesministerium für Justiz. Für die tatsächliche Eintragung gelten zusätzliche gesetzliche Voraussetzungen.
Für die Eintragung in die Liste der eingetragenen Mediator:innen beim Bundesministerium für Justiz müssen mehrere gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören insbesondere:
- Vollendung des 28. Lebensjahres
- Nachweis der fachlichen Qualifikation
- Vertrauenswürdigkeit
- Abschluss einer entsprechenden Haftpflichtversicherung
- Antrag auf Eintragung beim Bundesministerium für Justiz
Der erfolgreiche Abschluss des Mediationslehrgangs dient als Nachweis der erforderlichen fachlichen Qualifikation. Die weiteren Voraussetzungen für die Eintragung sind von den Absolvent:innen selbst zu erfüllen und gegenüber dem Bundesministerium für Justiz nachzuweisen.
Über das Bildungsgeld update des Landes Tirol können – abhängig von den persönlichen Voraussetzungen und der jeweiligen Einkommensgrenze – bis zu 50 % der Lehrgangskosten, maximal € 3.500,–, gefördert werden.
Der erhöhte Fördersatz berücksichtigt einen zusätzlichen Bildungsbonus für bestimmte positiv abgeschlossene Ausbildungen auf gesetzlicher Basis.
Wichtig: Für die Antragstellung ist vor Lehrgangsbeginn eine anbieterunabhängige Bildungs- und Berufsberatung erforderlich. Der Förderantrag muss spätestens zwei Wochen nach Lehrgangsbeginn eingereicht werden.
Die jeweils aktuellen Förderbedingungen finden Sie beim Land Tirol unter www.mein-update.at
Zusätzlich können die Lehrgangskosten unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Bitte klären Sie die steuerliche Absetzbarkeit gegebenenfalls mit Ihrer Steuerberatung.
Dieses Kursangebot entspricht den Förderkriterien Bildungsgeld update und ist damit förderbar. Seit 1.1.2025 wurde die update Förderung seitens Land Tirol sozial gestaffelt. Ob Sie Zugang zur Förderung haben und in welcher Höhe Ihnen diese gewährt wird, hängt von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab. Alle Informationen und die Möglichkeit der Beantragung finden Sie unter www.mein-update.at.
Das Land Tirol sieht bei dieser Veranstaltung eine vorangegangene Bildungsberatung vor.
Sie können bares Geld sparen: Reichen Sie einfach Ihre berufliche Weiterbildung beim zuständigen Finanzamt über Ihre Arbeitnehmerveranlagung / Einkommensteuererklärung ein.
Diese Schulung ist auch als individuelles Firmentraining (FIT) durchführbar.
WIFI Inhouse Trainings sind maßgeschneiderter Wissenstransfer für Unternehmen.
Bei uns ist alles passgenau: Wer, Was, Wie, Wo, Wann – die Firmenschulung ist punktgenau auf die Kundenwünsche abgestimmt.
Letzte Änderung: 03.10.2026